Liedtexte
• Kein Kommentar
• Erotische Spannungen
• Sommer in Berlin
Buchbeiträge:
• SEX Von Spass war nie die Rede 2
Kein Kommentar
(Text & Musik: Annette Kruhl Copyright 2007)
Na klar - hab ich´s mir doch gedacht:
Jetzt haste wieder schön deinen AB angemacht -
Da hab ich doch schon hundert Mal draufgesprochen,
Beim letzten Mal hat er mich einfach mittendrin unterbrochen,
als ich gerade dabei war, dir ganz klipp und klar
zu erzählen, dass ich es total zum Kotzen finde,
dass du jedes Mal, wenn ich versuche, dich zu erreichen,
nicht da bist – willst du mich aus deinem Leben streichen?
Ich hab mindestens zehn Mal bei dir angerufen,
auf´m Festnetz, auf´m Handy und bei dir im Büro!
Auf keine SMS von mir hast du mal reagiert,
Meine Karten, meine Briefe hast du alle ignoriert!
Ich hab in zwei Wochen dreiundsechzig Mails an dich geschickt,
und keine einzige Antwort! Ich werde noch verrückt!
Ich find das total ignorant von dir, total arrogant von dir,
Ab jetzt bekommst du keine einzige Mail mehr von mir -
Stattdessen schick ich dir jetzt Faxe,
jawohl, ganz viele Faxe,
so lange, bis du endgültig die Faxen dicke hast,
und dich mal meldest, dich endlich bei mir meldest!
Und komm mir nicht mit irgendwelchen Ausreden an!
Das mit dem Unfall – Mensch, das ist doch schon drei Wochen her,
da kann man doch mal simsen – das ist doch nicht so schwer!
Von wegen Koma! Von wegen Beinamputation!
Auch auf ner Intensivstation gibt es ein Telefon!
Du bist doch längst außer Gefahr - Zumindest bist du da -
Ich sag nur: Ha, ha, ha, das alles kann doch nicht so schlimm sein,
Im Zweifelsfall kannst du vom Chefarzt mal sein Handy leihn -
Jetzt stell dich nicht so an!
Los, geh endlich dran!
Sei nicht so brutal
Und meld dich endlich mal!
Jetzt gib mir doch die Chance und gönn mir den Moment,
dir das zu sagen, was mir förmlich auf der Zunge brennt,
nur den einen, klitzekleinen, kurzen Satz sollst du noch hörn,
dann werd ich dich mit keinem Anruf mehr störn,
jetzt nimm doch endlich ab, dann bin ich auch still,
ich wollt dir doch nur sagen, dass ich nie wieder,
wirklich, wirklich nie wieder, nie wieder, nie wieder -
mit dir reden will!
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Erotische Spannungen
(Text & Musik: Annette Kruhl Copyright 2004)
Du warst genau der Mann
für eine ungestörte Nacht,
dass es so was gibt wie dich,
das hätt' ich nie im Leben gedacht.
Von einem Typ wie dir
hab ich schon lange geträumt,
ein superguter Kumpel,
ein richtig guter Freund!
Du machst verrückte Sachen,
bringst mich immerzu zum Lachen,
ich erzähl dir meine Sorgen,
fühle mich bei dir geborgen,
Mir hat noch niemand so wie du
meine Steuererklärung erklärt,
Du bist der Mann, der, wenn man umzieht,
gern den Möbelwagen fährt.
Und jetzt kommst du...
Und jetzt kommst du...
Und jetzt kommst du
mit erotischen Spannungen zwischen uns...
Ich dachte, es sei alles klar!
Einfach nur als guten Freund
Fand ich dich wunderbar -
Und jetzt kommst du an
und erzählst mir,
du seist auch nur ein Mann.
Hey, wieso machst du jetzt einfach alles kaputt?
Ich find die ganze Sache zwischen uns richtig gut:
Du leihst mir deine Platten,
reparierst mir meinen Wagen,
du gehst sogar zur Post für mich
an meinen schlechten Tagen,
du bist der Mann, der nachts um drei
noch meinen Drucker installiert,
es war doch alles gerade
so schön unkompliziert!
Und jetzt kommst du...
Und jetzt kommst du...
Und jetzt kommst du
Mit erotischen Spannungen zwischen uns!
Ich hab dir doch gesagt,
daß ich ganz unerotisch bin,
und plötzlich fällt dir ein:
Du hast was anderes im Sinn,
und sagst mir einfach so,
es sei ganz klar, es gäbe da:
Erotische Spannungen zwischen uns!
Wir war'n zusammen in der Sauna,
war'n zusammen auf Hawaii,
wir haben uns Unterhosen ausgesucht
und ich fand nichts dabei -
Während ich darin vertieft war,
mit dir zu diskutiern,
hattest du nichts Besseres vor,
als meinen Hintern anzustiern!
Du weißt doch alles über mich,
wen ich mag, wen ich beneide,
und ich hab dir auch noch erzählt,
dass ich an Fußpilz leide!
Ich finde das gemein!
Warum muss das immer so sein?
Jetzt hör mir mal zu: Ich und du -
das wird nicht funktioniern,
wir werden alles verliern!
Ich sag dir jetzt und hier:
Wir lassen's besser sein,
wir werden es bereun!
Es tut mir leid: Dazu bin ich nicht bereit -
Ich hab das Gefühl,
es wird mir einfach zu viel -
Ich hab dich ja lieb -
Doch du bist einfach nicht mein Typ
für erotische Spannungen!
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Sommer in Berlin
(Text & Musik: Annette Kruhl Copyright 1999)
Im Sommer in Berlin
sieht man Regenwolken
am Himmel stehn,
und in der Luft
liegt dieser würzige Duft
von Schweiß und von Benzin.
Sommer in Berlin -
da ist das Leben frei und unbeschwert,
wenn man im Hinterhof die Nachbarn hört,
wie sie ihr Kind verprügeln
oder ihre Böden abziehn,
im Sommer in Berlin.
Sommer in Berlin -
Touristenschwärme ziehn vorüber,
und ein paar Hausbesetzer singen böse Lieder,
da bleiben die Touristen stehn.
Sommer in Berlin -
das ist verbrannte, tätowierte Haut,
das sind behaarte Männerrücken,
die sich beim Busfahrn an dich drücken,
im Sommer in Berlin.
Sommer in Berlin -
das sind gerötete, tränende Augen -
vom Ozon und von den Blütenstauden
bekommst du Atemnot und Allergien.
Ja, komm doch auch einmal im
Sommer nach Berlin!
Das ist viel größer als Paris oder Wien,
da gibt`s Buletten frisch vom Grill
und in den Parks da blüht der Müll!
Im Sommer in Berlin,
da gibt es Plätze, die sind richtig grün,
da sitzen Penner in ihren Baracken,
und ein paar Tauben, die auf sie kacken.
Im Sommer in Berlin!
Im Sommer in Berlin
ist deine Wohnung mit Balkon
völlig nutzlos und der reinste Hohn,
denn du sitzt mitten auf der Kreuzung
oder blickst auf Beton.
Im Sommer in Berlin
wird in den Straßen wieder viel gebaut,
da ist es staubig und es ist laut,
wenn sich am Himmel die Kräne drehn.
Sommer in Berlin -
das ist Ecstasy und heiße Techno-Nächte -
und auf der Heimfahrt durch die kühlen U-Bahn-Schächte
kommst du dir vor als wäre Halloween.
Im Sommer in Berlin
sieht man die Nutten auf der Straße stehn,
ein kleiner Kampfhund ohne Leine
beißt in frischrasierte Frauenbeine.
Sommer in Berlin -
das ist bei offenem Fenster vögeln,
entlang der Uferpromenaden trödeln,
wenn sie die Leichen aus den Flüssen ziehn.
Im Sommer in Berlin.
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SEX Von Spass war nie die Rede 2
(Herausgeber: Volker Surmann)
Format: Taschenbuch
Preis: 12,90 €
Verlag/Label: Satyr Verlag
ISBN: 9783938625576
Vö: 01.10.2009
Zum zweiten Mal geht der Kabarettist, Comedian und Autor Volker Surmann auf Expedition in die Niederungen misslungener Sexualkontakte. Mit Sex ist es nicht anders als mit Essen. Beides gehört zum Leben dazu, aber nicht immer schmeckt's. 50 Geschichten über versalzene erste Male, schlechte Köche, verdorbenen Brei im Bett und abtörnende Geschmacksverstärker.
»Vorsicht! Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie nie wieder Sex haben können, ohne dabei lachen zu müssen.« Moritz Netenjakob (Autor von »Macho Man«)
»Definitiv saukomisch!« Hannoversche Allgemeine Zeitung
Autoren:
Ahne, Liv Andresen, Christian Bartel, Marina Barth, Paul Bokowski, Martina Brandl, Sacha Brohm, Petra Brumshagen, Katinka Buddenkotte, Peter Düker, Micha Ebeling, Horst Evers, Kersten Flenter, Kirsten Fuchs, Jan Gympel, Uli Hannemann, Andreas Hauffe, Michael Jakob, Jess Jochimsen, Matthias Keidtel, Harry Kienzler, Laabs Kowalski, Spider, Annette Kruhl, Sebastian Lehmann, Peter Maertens, Andreas Monning, Anselm Neft, Robert Rescue, Matthias Reutter, Barbara Rademacher, Lutz von Rosenberg Lipinsky, Lars Ruppel, Ilka Schneider, Georg Schnitzler, Dagmar Schönleber, Lea Streisand, Birgit Süß, Udo Tiffert, Bente Varlemann, Nico Walser, Michael-André Werner, Heiko Werning, Lino Wirag, Moses Wolff, Moses, Gerlis Zillgens
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